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Frederike Kaa bezeichnet sich selbst als Vektora. Eine weibliche Form des Vektors ist neu in der Geschichte. Einst waren Vektoren Seefahrer, die Länder entdeckten, neue Wege und Verbindungen suchten und Handel trieben. Als solcher war der Vektor ein Träger und Transporteur von Dingen, die er von hier nach da, von einem unbekannten Ufer zum anderen verschob und übertrug. Als Erkunder Teil der Schiffsmannschaft oder Passagier ein Abenteurer zwar, aber kein Argonaut wie Odysseus. Heute wird mit Vektoren gerechnet. Mit Vektoren lässt sich einiges verschieben. Vektoren transformieren Datenmaterial in transportable Dateien (PDF Portable Dokument Format = vektorbasierte Seitenbeschreibungssprache). Frederike verschiebt Wörter und Sätze, danach steht manches auf einem anderen Blatt. Zudem interessiert sie sich für Wahrscheinlichkeitsdichtefunktionen (WDF, engl. PDF) zur freien Gestaltung ihres realen Leben.

Elsbetta von Kochendorf wollte eigentlich nicht schon wieder geboren werden. Nach nun mehreren Jahrzehnten irdischen Daseins glaubt sie, dass sie nur hier ist, um längst vorhandenes Wissen zu generieren. Doch an ihre früheren Existenzen kann sie sich nicht erinnern. Wie jetzt? Beim Lesen eines Buch, schauen eines Filmes oder beim Zuhören im Gespräch schwingt stets ein inneres Gefühl mit, es tastet wie ein Radar alles auf Stimmigkeit ab. Dieser innere Radar deutet auf Älteres. Impulse werden von überall her aufgenommen. Getrübt wird der Empfang durch die unzähligen Dissonanzen und Einflüsterungen aller Art. Woher kommen diese? Welche und wo sind die Störsender? Wer sendet auf welcher Frequenz und wer manipuliert? Auch Elsbetta sendet gelegentlich Impulse - und hofft auf Resonanz.

Elsbeth Kautz war über 15 Jahre als freie Mitarbeiterin in einem regionalgeschichtlich ausgerichteten Museum tätig. Sie hat Geschichte (MA) und Kulturwissenschaft studiert. Anders als die Mehrheit der meisten Akademiker genoss sie zuvor eine praktische Berufsausbildung, lernte als technische Zeichnerin das duale Bildungssystem von innen kennen und war in der sogenannten freien Wirtschaft für ein mittelständisches Unternehmen tätig. Weil die 68er-Akademiker in die Betriebe gehen wollten (der lange Marsch durch die Institutionen), freute sie sich und ging als "basic" Arbeiterkind zur Uni und studierte. Seit Frühjahr 2020 weiß sie, dass jene angekommen sind. Aber wir werden siegen. Mehr über ihre bisherigen Arbeiten und Projekte auf http://www.elsbeth-kautz.de